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Die Phänomenologie und ihre Überschreitungen by Katharina Mai download in iPad, ePub, pdf

Im Gehirn ist Ekel im limbischen System lokalisiert. Das Ergebnis zeigte, dass die Mehrheit der Teilnehmer den Personen Eigenschaften der angeblich gegessenen Tiere zuordnete.

Ekel ist keine kulturhistorische Konstante, auch nicht innerhalb eines Kulturraums. Die drastischsten Szenen finden sich in seinem Werk Thyestes. Die Aktivierung der entsprechenden Regionen allein durch das Beobachten angeekelter Personen wurde ebenfalls in wissenschaftlichen Experimenten nachgewiesen. Das Gleiche zeigte sich beim Betrachten von Bildern mit Fleischprodukten.

Dieser Effekt kommt durch

Obwohl er wusste, dass die Ursache eine Magen-Darm-Grippe war, entwickelte er einen dauerhaften Ekel vor der Sauce, nicht aber vor dem Fleisch. Insofern ist auch von deutlichen interkulturellen Unterschieden auszugehen. Sobald diese Tiere danach Schafe sahen, flohen sie oder zeigten typisches Unterwerfungsverhalten. Ekel ist in vielerlei Hinsicht die Emotion der Zivilisation.

Dieser Effekt kommt durch klassische Konditionierung zustande. Jahrhundert wurde die Benutzung eines Taschentuchs und eine gewisse Diskretion gefordert. Vorstellung, die aufgenommen oder als zu nah beurteilt wird. Manche finden den Geruch von verbranntem Menschenfleisch furchtbar, andere assoziieren ein nettes Barbecue.

Diese Bewertung sei auf Verhalten ausgeweitet worden, das als unmoralisch eingestuft werde. Geruch ist in der Nase des Riechenden, aber auch in der Kultur des Riechenden. Jahrhundert bereits als unfein. Vom Ekel vor potenzieller Nahrung abzugrenzen ist eine Aversion, die immer auf einer konkreten Erfahrung mit der betreffenden Speise beruht und sich meistens auf Geschmack oder Geruch bezieht.

Jahrhundert wurde die Benutzung

Der Auswertung zufolge ekelten sich die sogenannten moralischen und die emotionalen Vegetarier mehr davor, Fleisch zu essen oder Fleisch zuzubereiten, als gesundheitlich motivierte Vegetarier. Penning weist darauf hin, dass er aus der Perspektive eines konservativen Katholiken um schreibt. Auf dieser Ebene wird Ekel zu einer moralischen Emotion und einer machtvollen Form von negativer Sozialisation. Sieht man von der Reaktion auf dabei entstehende reizende Gase wie Ammoniak und Schwefelwasserstoff ab, gibt es jedoch auch in diesem Bereich deutliche kulturelle Unterschiede.